Idee

Februar 2019

IMG_9736Einmalumdiewelt … aber wo und wann anfangen? Mein erstes Ziel: In anderthalb bis zwei Jahren einmal um den Globus reisen – das möglichst von Land zu Land, also ohne große Flugstrecken, Land und Leute unterwegs kennenlernen und auch an dem einen oder anderen Ort länger verweilen. Losgehen soll es nicht zu überhastet, um auch noch genug Zeit für die Vorbereitungen zu haben, für meine Firma noch ansprechbar zu sein, Familie und Freunde in Deutschland zu besuchen und noch bereits versprochene Trips mit Freunden gemeinsam durchzuführen. Als Startpunkt setze ich mir schließlich Anfang Juni 2019, kurz nach dem großen Stadionkonzert von Rammstein in Barcelona, welches ich unbedingt noch mit drei Freunden aus Bremen am 1. Juni besuchen werde. Kurz danach geht es dann also los.

Aber warum will ich jetzt mit 47 Jahren auf Reisen gehen und nicht früher oder später? Diese Frage stelle ich mir selbst und wurde mir auch häufig gestellt. Zusammengefasst sind es eigentlich vier wesentliche Punkte:

  1. Seit meiner Studentenzeit habe ich immer wieder den Drang nach der großen weiten Welt, die ich am liebsten als Backpacker erkunden möchte. Eine Weltreise steht und stand dabei immer ganz oben auf meiner Liste. Und mit meinen aktuell 47 Jahren fühle ich mich selbst fit und weiterhin gewillt, auf eine solche Weltreise zu gehen (man weiß ja nie, ob das in zehn Jahren immer noch mein Wille ist).

  2. Beruflich war ich nicht mehr zufrieden: Einerseits macht mich das ständige Auf und Ab in der Selbständigkeit langsam kirre – es gibt halt nur wenig Sicherheit in meiner Branche. Andererseits hat mein Job als solches für mich irgendwie keinen gesellschaftlichen Wert. Ob ich nun PR / Marketing für Marke X oder Y mache, ist in der Gesamtbetrachtung völlig irrelevant. Die Welt wird kein deut besser davon. Am besten beschreibt das folgendes Gedankenspiel: Wenn relevante Jobs streiken oder ausfallen, dann betrifft es viele und in der Gesellschaft rumort es. Wenn Marketinger und PR-ler streiken, nimmt das außerhalb der Branche gar niemand wahr und niemanden stört es. Ein ziemlich ernüchterndes Gedankenspiel 😉

  3. Ich habe genug Rücklagen für eine längere Auszeit angespart. Und mein Haus ist in einem halben Jahr schuldenfrei und so bin ich auch nicht mehr auf ein stetiges, höheres Einkommen angewiesen, um die monatlichen Kreditraten zu bezahlen. Im Gegenteil, wenn ich mein Haus mit meiner Wohnung untervermiete, habe ich sogar ein Einkommen, von dem ich meine Reise zum großen Teil bezahlen kann. Und da ich generell recht bescheiden lebe und auch als Backpacker bescheiden reise, reichen dann meine Rücklagen ziemlich lange.

  4. Außer meiner in Jena eigenständig lebenden 78-jährigen Mutter habe ich keine weitere eigene (enge) Familie. Meine Mutter ist bei bester Gesundheit, was eine lange Reiseabwesenheit für mich mental natürlich erheblich einfacher macht. Und da ich selbst auch keinen Partner und keine Kinder habe, bin ich ziemlich frei in meinen Entscheidungen. Was ich bisher immer als latenten Mangel wahrgenommen habe, kehrt sich nun als Vorteil um. Ich brauche keine Rücksicht auf Partner/Kinder nehmen, wenn ich lange verreise.

Diese vier Punkte/Vorteile haben nur wenige und wenn ich sie jetzt nicht nutze, wann dann?

„einmalumdiewelt“ – ein Thema, dass auch schon im deutschen Schlager und deutschen Rap-Pop besungen wurde 😉

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